Bürgergemeinde Basadingen-Schlattingen
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Flechtenpfad.ch

Flechtenbeschreibung Station 9 bis 11

9 Peltigera praetextata
(Verzierte Hundsflechte; Status Rote Liste: nicht gefährdet)

Vertretern der Hundsflechten wurde früher eine heilende Wirkung gegen Tollwut zugesprochen, daher der Name. Die graue Laubflechte ist gross und breitlappig; feucht verfärbt sie sich schwarzgrau (typisch für einen Blaualgen-Partner). Blattränder und Risse sind mit feinen, schuppigen Isidien besetzt. Sattelförmige, rotbraune Fruchtkörper befinden sich an den Enden aufsteigender Lappen. Ein Netz dunkler Adern überzieht die helle Unterseite. Die Flechte besiedelt gern die bemooste Basis von Baumstämmen in feuchten Wäldern.

*ziemlich seltene bis mässig häufige Art; in intensiv forstwirtschaftlich und ackerbaulich genutzten Gebieten selten bis fehlend.

 

10 Bactrospora dryina (Eichen-Stabflechte; Status Rote Liste: verletzlich)

Von dieser Krustenflechte bewachsene Stammseiten erscheinen wie weiss getüncht und sind mit zahlreichen kleinen, schwarzen Fruchtkörpern übersät. Man findet die Flechte in ehemaligen Mittelwäldern an Stämmen alter Eichen.

*seltene Art, heute stark gefährdet; im Gebiet von Bodensee und Rhein lokal etwas häufiger.

 

11 Reiner Fichtenforst, ausgesprochen flechtenarm.


Verfasserin: Helen Hilfiker, 8500 Frauenfeld
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